Manchmal kann nur ein altes Wort ausdrücken, was man wirklich fühlt; ein überholter Satzbau sagt oft mehr, als Anglizismen und LOL. Mit nichten erlabe ich mich nur an jenen, jedoch fürwahr sie schmeicheln mir.
Auf der Arbeit beim Nachsinnen über eben solche veraltete christliche Ausdrucksweisen schoss mir also ein Gedichtlein (oder der Anfang eines Gedichtes) durch mein Hirn - sogar mit bisschen Reim.
Stets seh' ich Dein lieb'voll Handeln,
trau' auf Dich in tiefster Qual.
Möcht' auch reichlich Jahr' ich wandeln
in des Todes finst'rem Tal
trägst nur Du mich hin zum Leben
aus der dunklen, schatt'gen Nacht,
aus dem Meer der Emotionen
hin zu dem, der mich gemacht.
Und wenn einst die Aug' werd' schließen,
wenn ich bett' in ew'ger Ruh',
wird 's mir wohlig sein im Wissen:
Meine Hoffnung bist alleine Du.
Rein gewaschen, frei zu lieben,
steh' dann jubelnd vor dem Thron.
Du allein schenkst Sein und Werden,
bist mein Fels, oh Menschensohn.
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